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Gefahren im Winter mit Welpen und Junghunde

Hat dein Welpe oder Junghund schon den ersten Schnee erlebt? Falls das nicht der Fall ist, kannst du dich auf diesen Moment freuen! Die meisten Hunde lieben die weißen Massen nämlich sehr. Der Winter bringt jedoch auch Gefahren mit sich, die keinesfalls zu unterschätzen sind. Damit du mit deinem Hund die kalte Jahreszeit optimal genießen kannst, erfährst du in diesem Beitrag Tipps und Tricks zur kalten Jahreszeit mit deinem Welpen und Junghund. Wir sprechen über die Kälte, salzige Straße, Frostschutzmittel, Schneefressen, Glatteis und mehr… du erfährst von sechs häufigen Wintergefahren, auf die du besonders achten solltest. 

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1. Kälte

Im Winter ist es kalt!
Ja, das ist so offensichtlich und dennoch wird diese Gefahr leicht übersehen. Wir sind schließlich in unsere dicken Wintermäntel, -schuhe und -schals eingepackt, wenn wir uns beim Spaziergang mit unseren Vierbeinern bewegen. Die eisigen Temperaturen können nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Hunden verschiedene Krankheiten, wie z.B. Blasenentzündung oder Infektionskrankheiten im Bereich der Nase, des Halses und der Lunge begünstigen oder auslösen. Gesunden Hunden mit dichter Unterwolle bereitet die Kälte in der Regel wenig bis keine Probleme. Es gibt allerdings auch Rassen, denen eben diese Unterwolle fehlt. Einige Beispiele dafür sind Deutscher Pinscher, Dobermann, Galgo, Whippet, Rhodesian Ridgeback, Yorkshire Terrier oder Boxer. Kleine, junge und/oder alte Hunde können ebenfalls schnell auskühlen. Ob dein Hund friert, kannst du an den eingezogenen Extremitäten, der angelegter Rute und/oder am Zittern erkennen.

Was kannst du tun?

  • Ziehe deinem Hund, falls notwendig, einen Hundemantel an. Beobachte deinen Hund: Friert er trotz Bewegung, braucht er zusätzlichen Schutz!
    Das kann natürlich auch der Fall sein, wenn ihr gemeinsam Zeit im Freien verbringt und euch dabei nicht viel bewegt (z.B. zu Sozialisierungszwecken). Achte darauf, dass der Mantel gut und vor allem locker an den Achseln sitzt und der Hund die Rute anheben kann (Der Mantel sollte also nicht zu lange nach hinten reichen).
    Die Kommunikationsfähigkeit deines Hundes darf dadurch auf keinen Fall eingeschränkt werden!
  • Bleibe in Bewegung. Achte dabei gleichzeitig darauf, dass Welpen noch keine großen Strecken zurücklegen sollten. Im Schnitt ist die Empfehlung 1 Minute pro Lebenswoche am Stück. Welpen benötigen unbedingt viele Pausen, in denen sie die Umweltreize in Ruhe beobachten und aufnehmen können. Eine gute Zwischenlösung bieten hier Einkaufszentren oder Zwischenhalte in Cafés. So kannst du deinen jungen Hund gleichzeitig an turbulentere Orte gewöhnen. 
  • Verwende bei Spaziergängen öfter eine lange Schleppleine oder lasse deinen Hund (falls möglich und sicher!) frei laufen. Reguliert er seine Bewegungen selbst, ist ihm weniger kalt. Aus Hundesicht gehen wir im Schneckentempo an der Leine. Kein Wunder also, dass ihnen dabei schneller kalt wird. Vielleicht hast du dich schon gefragt, wieso dein Hund im Winter mehr an der Leine zieht. Die einfache Lösung dafür könnte sein: Ihm ist kalt und er möchte sich schneller bewegen. 
  • Wenn du einen kleinen Hund oder einen Welpen hast, kannst du ihn zwischendurch immer wieder tragen und an deinem Körper wärmen. Eine weitere Möglichkeit kann sein, eine kleine Box mit einer Wärmeflasche mitzunehmen (Achtung, nicht zu heiß!), um mit ihm trotzdem länger draußen sein zu können.

2. Glatteis

Bei frostige Temperaturen kann sich Glatteis bilden. Hunde versuchen zwar so gut es geht ihre Balance zu halten, bei einem Welpen, der aber ohnehin schon auf wackeligen Beinen steht, ist hier zusätzliche Vorsicht geboten. Besonders aufpassen solltest du, wenn junge Hunde spielen. Sie sind dann so begeistert bei der Sache, dass sie übersehen, wie ihre Muskelkraft nachlässt und sie auch einmal Pause machen sollten. Genau dann können  Unfälle passieren. Wenn ein glatter, rutschiger Untergrund involviert ist, ist die Chance dafür leider noch höher.

Was kannst du tun?

Mit Schneeschuhen, wie rutschfesten Silikonsocken, verhilfst du deinem Hunde zu mehr Grip. Eine weitere Erleichterung kann es sein,  wenn du ihm die Haare zwischen den Zehenballen kurz schneidest. So können sich dort auch keine lästigen Eisbälle verfangen.

Was du auf jeden Fall vermeiden solltest, sind Spieleinheiten auf eisigen Flächen. Das gilt sowohl für Play Dates mit anderen Hunden als auch für Aktionen wie z.B. Apportieren oder Lauf- und Fangspiele mit Menschen.


3. Gewässer

Besondere Acht ist in Gebieten mit Gewässern geboten. Hunde wissen nicht, dass sie einstürzen können und gerade junge Hunde können beim Toben schnell unvorsichtig sein.

Was kannst du tun?

Lasse deinen Hund am besten nicht von der Leine, wenn du in der Nähe ein Gewässer vermutest. Du weißt nie, ob die Eisschicht dick genug ist, um ihn zu tragen. Besonders bei Temperaturen um 0 Grad gibt es wahrscheinlich Abschnitte, bei denen das Eis sehr dünn sein kann.


4. Schneefressen

Manche Hunde haben Schnee zum fressen gern.
Das passiert besonders oft, wenn sie viel toben, durstig sind und kein Wasser vorhanden ist. Schneefressen kann den Durst kurzzeitig zwar etwas stillen, doch die Kälte kann das Entstehen diverse Krankheiten wie Gastritis, Mandel- oder Rachenentzündung fördern.

Was kannst du tun?

Biete deinem Hund regelmäßig (evtl. lauwarmes) Wasser an, wenn du länger mit ihm im Schnee unterwegs bist. Das hindert aber nicht alle Vierbeiner am Fressen von Schnee. Hier ist ein Maulkorb mit Fressschutz empfehlenswert, der dieses Verhalten verhindern kann. Dafür ist es allerdings unbedingt notwendig, dass du den Maulkorb zuvor positiv antrainiert hast. Dazu findest ein Highlight auf meinem Instagram Account, in dem ich dir das schrittweise Maulkorbtraining zeige. Gut antrainiert ist das Tragen eines gut sitzenden Maulkorbs kein Problem für einen Hund. 


5. Vergiftung durch Frostschutzmittel

Die meisten Vergiftungen passieren tatsächlich im eigenen Zuhause.
Schuld daran können Unwissenheit und Unachtsamkeit sein. Frostschutzmittel enthält Ethylenglykol, welches leicht süßlich schmeckt und viele Hunde (oder auch Katzen) zum Aufschlecken verleitet. Leider kann bereits die Aufnahme einer extrem geringen Dosis (wenige Milliliter!) bei Welpen ein Nierenversagen auslösen. Begib dich daher umgehend in tierärztliche Hilfe, falls du den Verdacht haben solltest, dass dein Hund damit in Kontakt gekommen ist.

Stadien der Frostschutzmittelvergiftung – was zeigen die Hunde?

Was kannst du tun?

Am besten lässt du deinen Hund nicht in Garage oder Abstellkammer. Sollte das aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, passe beim Hantieren mit Frostschutzmittel (und allen anderen chemischen Substanzen) gut auf, verschütte nichts und entferne eventuelle Rückstände.


6. Salz

Falls du in einer Stadt wohnst, sind dir vielleicht schon die größeren Mengen Salz auf Gehwegen und Straßen aufgefallen. Dieses Salz greift aber nicht nur unsere Lederschuhe, sondern auch die Ballen unserer Hunde an und kann dort Verätzungen verursachen. Schleckt es dein Liebling anschließend zuhause von den Pfoten, kann das das zu Durchfall oder sogar zu Organschädigungen führen.

Was kannst du tun?

  • Musst du regelmäßig an Flächen mit Streusalz vorbei, macht es Sinn, dem Hund Schuhe bzw. die oben erwähnten Silikonsöckchen anzuziehen. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle auf dem Markt, da musst du dich zu Beginn vielleicht etwas durchprobieren. Auch hier ist die richtige Vorbereitung wichtig: Beginne schon vor dem ersten Schnee mit dem Training und gewöhne deinen Welpen oder Junghund langsam an die Schuhe. Starte damit, dass er sich an den Pfoten berühren lässt, denn das ist für einige Hunde nicht selbstverständlich. Später kannst du ihm lockere Socken (z.B. deine eigenen) über die Füße streifen. Funktioniert auch das, starte mit den vorgesehenen Schuhen.
    Dein Hund sollte sich dabei nie unwohl fühlen! Wenn du merkst, dass ihm etwas unangenehm ist, gehe einen Trainingsschritt zurück oder versuche es einfach zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal. Es kann hilfreich sein, zunächst im Liegen zu starten, da Hunde es zu Beginn oft seltsam finden können, mit Schuhen oder Silikonsöckchen zu laufen. 
  • Wenn dein Hund noch keinen Pfotenschutz trägt, weiche großen Salzfeldern aus und wasche die Füße nach dem Spaziergang gut ab.
  • Ein Balsam für die empfindlichen Ballen ist auf jeden Fall empfehlenswert, um schmerzhafte Risse zu vermeiden. Dabei muss es nicht immer ein teures Produkt sein. Ringelblumensalbe kannst du dir in jeder Apotheke günstig anmischen lassen. Erwähne dabei, dass der Hund vermutlich daran schlecken wird, so kannst du dir sicher sein, dass nur unbedenkliche Inhaltsstoffe verwendet werden.
  • Filou zeigt vor wie man Socken trägt.


    Das waren die 6 häufigsten Gefahren, die im Winter auf deinen Welpen und Junghund lauern können. Gibst du auf diese Dinge Acht, werdet ihr auch bei frostigen Temperaturen eine gute Zeit miteinander haben und könnt das Winterwonderland voll genießen.

    Erzähle gerne deinen Freund*innen mit Hund von diesem Blogbeitrag <3.

    Habt eine wundervolle gemeinsame Winterzeit!

    Lisa

    Danke für die Kontaktaufnahme!

    Ich melde mich so bald wie möglich bei dir.

    Pssst...
    kennst du eigentlich
    meinen Podcast schon?